Siehe dieser Quran leitet zum Richtigsten
Sura 17:8
Wie Wurde die Schia manifestiert?
Um diese Frage zu beantworten, wird erwidert, dass die Schia
eine Verbindung zwischen der Existenz des Islam und einem natürlichen Ergebnis
des Islam ist. Wer immer den Islam und den Propheten des Islam (s.) gründlich
kennen lernt, wird ihn von der wahrhaftigen Tatsache der Führung des Heiligen
Propheten (s.) ableiten.
Der Heilige Prophet (s.) war ein Führer einer solch heiligen
Revolution, die die Wirkungskraft hatte, in alle Phasen des Lebens einzudringen,
wie Licht und Luft und die wilden und unwissenden Leute in eine gesunde und
geordnete Gesellschaft umwandeln konnte. Diese Revolution entstand durch ein göttliches
Programm, das unter der Schirmherrschaft seiner gelehrten und überlegenen
Führung ausgeführt wurde; sie hatte die Fähigkeit, sich in die ganze Welt
auszubreiten.
Diese Mission schritt unter der Führung des Heiligen
Propheten vorwärts; doch war die Zeit seines Wirkens kurz; und von da an
verlangsamte sich der Fortschritt, und es wurde dringlich, dass nach ihm diese
Revolution unter einer fähigen und würdigen Führung voranschritt.
Der Abschied des Heiligen Propheten (s.) geschah nicht
plötzlich; vielmehr, als er die Zeit seines Todes heranrücken fühlte, machte
er seine letzte Pilgerfahrt (Hadschat-ul-wida) nach Mekka und verkündete, dass
er im kommenden Jahr nicht mehr leben würde, und daher sagte er den Leuten
Lebewohl. Er hatte so viel Zeit zu seiner Verfügung, um über die
Zukunft seiner Mission nachzudenken und um mögliche Behinderungen ihres glatten
Fortschrittes zu beseitigen. Dies ist die Pflicht jedes revolutionären
Führers, der klug sein will und Glauben an seine Revolution und Vertrauen in
die Sache hat, obgleich er keine Verbindung zu Gott haben mag.
Doch Gott gehört die Macht und seinem
Gesandten und den Gläubigen Sura 63:8
Die erste Voraussetzung
Aus diesem Grund könnte die Nachfolgerschaft des Propheten
nur unter den drei folgenden Voraussetzungen gegeben sein, um die Zukunft seiner
Revolution zu sichern.
Man könnte vielleicht sagen, dass der Prophet des Islam
allein auf sich die Verantwortung für den Islam und für die Muslime nahm Zeit
seines Lebens, dass er sich aber über die Zukunft keine Gedanken machte. Aber
solch eine Annahme der Haltung des Propheten wäre aus zwei Gründen schiere
Unmöglichkeit.
Erster Grund:
Man müsste zwingend annehmen, dass dieses Übersehen oder
diese Nichtbeachtung seitens des Propheten über die Zukunft des Islam und die
Muslime keine Quelle der Gefahr für die Prophetentum des Islam wäre und dass
er selber keine Vorstellung über die riskante Zukunft des Islam und der Muslime
hatte. Aber offensichtlich ist diese Meinung überhaupt nicht annehmbar, denn
jeder mit einem bisschen Verstand wird verstehen, dass, hätte der Prophet den
Islam und die Muslime ungeschützt und ohne einen Hirten hinterlassen, drei
große Gefahren gedroht hätten.
Gefahr Nr.1:
Der Muslim, der sich nicht dem Thronwechsel solch eines
religiösen Führers stellt, der nicht die staatliche Verwaltung der islamischen
Nation, seine Leitung und ihre Organisation für die Zukunft bekräftigt, ist so
verwirrt durch diese Umstände, dass sie ihn unfähig machen, vernünftig zu
denken. Das ist der Grund, warum dann Omer bin Khattab ausruft: Der
Heilige Prophet ist nicht tot; er stirbt nicht (Siehe
Sharh-Nahj-ul-Balaagha von Ibn-e-abil-Hadeed Vol.1P.127)
Anderseits, da sich der Muslim ohne einen religiösen Führer
nicht zurechtfindet, ist es verpflichtet, dass er sofort einen Führer wählt.
Es ist ganz natürlich, dass die Wahl eines Führers sich nicht mit dem
islamischen Geist verträgt, besonders bei solch einem Volk, das noch geistig
schwach war und unbewandert mit den Bedingungen und Verpflichtungen, die eine
Wahl zur Voraussetzung hat.
Gefahr Nr.2
Da der Muslim noch nicht die Reife und geistige Vollendung
erreicht hatte, und das Bewusstsein des islamischen Geistes noch nicht dem vom
Propheten gewünschten Grade entsprach, konnte er die islamische staatliche
Verwaltung noch nicht vollständig in Einklang mit islamischen Prinzipien
ausführen.
Gefahr Nr.3
Eine Gruppe, die sich äußerlich muslimisch nannte, war in
Wirklichkeit feindlich zum Islam gesonnen und wollte jede Gelegenheit nutzen, um
den Islam zu ersticken; und offenbar wäre der Abschied des Heiligen Propheten
und die Abwesenheit eines tüchtigen Nachfolgers eine kostbare Gelegenheit für
die Feinde des Islam.
Wir alle wissen, dass Abu Bakr, bewusst seiner Verantwortung
für den Islam und die Zukunft der Muslime, einen Nachfolger für sich ernannte.
Als er kritisiert wurde, er habe eine eilige Aktion unternommen, weil er die
Zügel der islamischen Staatsverwaltung in seine Hände genommen hatte,
antwortete er, dass die Leute noch nicht entfernt seien von ihrer primitiven
Unwissenheit und dass er einen Aufstand ihrerseits nach dem Abschied des
Heiligen Propheten befürchte.
Die Frage erhebt sich, ob nicht der Heilige Prophet diesen
Sinn für Verantwortung wie Abu Bakr hatte. Hatte er vielleicht nicht so an den
Islam und die Zukunft der Muslime gedacht, wie Abu Bakr es getan hatte?
Zweiter Grund
Man müsste zwingend annehmen, dass der Heilige Prophet nicht
den Verantwortungssinn hatte, dass, falls er die Zukunft des Islam nicht
beachtet würde, und sein Nachfolger nicht ernannt würde, beide, die Muslime
und der Islam gefährdet sein würden.
Jede vernünftige Person bemerkt sehr gut, dass solch ein
Gedanke für den Heiligen Propheten nicht annehmbar ist, selbst wenn angenommen
würde, er hätte keine Verbindung mit Gott gehabt, und war bloß ein Vertreter
einer Philosophie wie andere. Jeder Begründer einer Gedankenschule hat den
Glauben an seine Schule und sorgt sich für ihre Zukunft und wünscht, ihr
Fortdauern und ihren Fortschritt zu gewährleisten.
Glücklicherweise ist die Geschichte des Lebens des Heiligen
Propheten ein Zeugnis für die Tatsache, wie viel Glauben er an seine Gesandtschaft
hatte und wie viel er für dessen Fortschritt geopfert hatte. Er dachte immer an
das zukünftige Wohl des Islam. Vor seinem Abschied hatte er den islamischen
Truppen befohlen zu einem Feldzug unter Usamas Führung auszuziehen. Als er auf
seinem Sterbebett lag und zeitweilig Ohnmachtsanfälle hatte, wiederholte er den
Befehl für die Mobilisierung der Truppen von Usama.
Der Prophet, der solch Wichtigkeit auf eine
verhältnismäßig geringfügige Sache wie die Kriegspolitik legte, dass er
sogar in den letzten Momentan seines Lebens daran dachte, konnte es irgendwie
möglich sein, dass er nicht an die Zukunft des Islam dachte und die
schwerwiegende Angelegenheit der Nachfolge der Macht für das Wohl der
islamischen Nation ungeregelt ließ?
Angenommen, dass die erwähnten Tatsachen übersehen werden,
aber ein besonderes Ereignis des letzten Augenblickes des Heiligen Propheten in
Erwägung gezogen wird, ergibt sich selbst dann wohl eindeutig, dass der Heilige
Prophet sehr an die Zukunft des Islam und der Muslime dachte. Das Ereignis auf
das wir uns beziehen, wird von beiden Seiten einmütig zugegeben, von Schiiten
und von Sunniten.
Der Heilige Prophet lag auf seinem Sterbebett und litt an
einer Krankheit, die sich schließlich als tödlich erwies. Einige Muslime
standen um sein Bett. Einer von ihnen war Umar bin Khattab. Der Prophet sagte:
Bringt mir ein Papier und ein Tintenfass, damit ich für Euch etwas aufschreibe,
damit Ihr niemals irregeleitet werdet. (Siehe: Musnad
Ahmad Hanbal Vol.I, Seite 300; Sahih Muslim Vol.II, das letzte Testament
des Propheten, Sahih Bukhari Vol.I, Kitab-us-Sulh)
Dieser Befehl des Heiligen Propheten ist ein gültiger Beweis
für die Tatsache, dass er sich über den Islam und die Zukunft der Muslime
Gedanken machte. Er hielt es für notwendig, solch einen Akt durchzuführen,
damit nach seinem Tode die Muslime und der Islam vor den drohenden Gefahren
gefeit seien. Daher ist bewiesen, dass solch eine Ansicht nicht annehmbar ist.
(Anmerkung des Herausgebers: Dem Begehren des Propheten nach
Papier und Schreiber wurde von einigen Anwesenden widersprochen so dass es zur
Auseinandersetzung zwischen den Anwesenden kam. Daraufhin mussten auf Befehl des
Propheten (s.) diejenigen, die ihm wiedersprachen, das Haus verlassen, So blieb
der Prophet (s.) mit Imam Ali (a.) und seinen nächsten Gefährten im Haus
allein).
Die zweite Voraussetzung
Wenn wir sagen, dass der Heilige Prophet an die Zukunft des
Islam und der Muslime dachte, und die staatliche Verwaltung und des Kalifat der
gegenseitigen Beratung der Leute überlassen hat, dann ist auch dieses Argument
aus verschiedenen Gründen nicht annehmbar.
Erster Grund:
Wäre dies der Fall, dann hätte der Heilige Prophet (s.) die
Muslime über demokratische Verwaltung und ihre wichtigsten Merkmale aufgeklärt
und hätte die öffentliche Meinung für die Bildung von solch einer Verwaltung
vorbereitet und hätte ihre Einwilligung eingeholt; aber alle Aussprüche, die
ihm zugeschrieben werden, reden nicht von einer (staatlichen) Verwaltung durch
Konsens (übereinstimmende Meinung). Abgesehen davon, die Muslime des Zeitalters
des Heiligen Propheten hatten nicht den blassesten Schimmer von solch einer
Verwaltung in ihren Köpfen. Es ist allein aus diesem Grunde, dass Abu Bakr nach
Tod des Propheten die islamische Staatsverwaltung nicht dem Konsensus
anvertraute, sondern sie auf Umar übertrug, und folglich erhoben die Muslime
keine Einwände dagegen, wie die Geschichtsschreibung schildert.
Abu Bakr war krank und befahl Osman, für ihn ein Testament
zu schreiben. Osman schrieb im Testament, dass dies das Testament des Kalifen
des Propheten Gottes, Abu Bakr, an die Muslime ist: "Meine Grüße an
Euch! Nach der Lobpreisung und Verherrlichung Gottes habe ich Umar bin Khattaab
zu Eurem Haupt und Führer ernannt. Ihr sollt ihm gehorchen und folgen."
Im selben Moment trat Abd-u-Rahman bin Auf ein, und nach einigem
Scherzen sagte Abu Bakr: "Ich habe einen von Euch zu Eurem Führer
ernannt; wogegen Ihr alle selbstsüchtig nur an Euch selber beim Kalifat denkt."
(Siehe: Tarich Yacoobi Vol. I, Seite 128)
Diese Ernennung seines Nachfolgers durch Abu Bakr bezieht
sich auf die Tatsache, dass er sicherlich keine Vorstellung über die
Volksherrschaft hatte, und dass er sein Recht wahrnahm, einen Nachfolger für
sich nach seinem Tode zu bestimmen. Daher, als der zweite Kalif verwundet war,
drängten sich die Leute ruhelos um ihn, damit er seinen Willen bezüglich
seines Nachfolgers erkläre, und sie hatten offensichtlich keine Idee der
Nachfolge per Konsultation.
Zweiter Grund:
Hätte der Heilige Prophet die staatliche Verwaltung der
islamischen Nation selbst übertragen und die Leitung dem willen der Muslime,
dann wäre es für ihn verpflichtend gewesen, das in solch einer Weise zu
verkünden, dass die Erhabenheit des islamischen Gedankens und Geistes die
Höhen erreichte, in denen die Schwierigkeit des Prophetentums beseitigt wären,
sollte die islamische Regierung in der erforderlichen Weise ausgeübt werden.
Aber unglücklicherweise haben die Ereignisse nach dem
Abschied des Heiligen Propheten gezeigt, dass die Muslime nicht so kultiviert
waren, dass der Kalif nicht einmal die Tatsache kannte, dass im Kriege von
Muslimen erobertes Land unter die Kämpfer zu verteilen sei, entsprechend dem
religiösen Gesetz, oder dass es der gesamten Gemeinschaft als Gemeineigentum zu
widmen ist.
War dies möglich für einen Propheten, der den Sieg der
Muslime über die Imperien des Kaisers und des Großkönigs vorausgesagt hatte,
dass er die Muslime unbekannt mit dem religiösen Gesetz ließ, das sich auf das
im Kampf eroberte Land bezieht?
Dritter Grund
Islam ist eine vollständige Religion, und keine Religion
wird ihr nachfolgen. Dies ist die Religion, die Herrschaft über die ganze Welt
ergreifen wird und durch ihre Instruktionen und ihre Kultur die islamische
Gesellschaft zum Aufschwung und zum Fortschritt bringen wird. Auf der einen
Seite blieb der Schatten der Heiligen Propheten auf den Häuptern der Muslime
nur für zehn Jahre, und auf der anderen Seite war es nicht möglich, dass diese
ehemals wilden und barbarischen Leute in solch einer kurzen Zeit kultiviert
genug wurden, um genug tüchtigen Verantwortungssinn für die Leitung in allen
Aspekten zu erwerben. In Übereinstimmung mit den Prinzipien jeder Denkschule
sollten daher nach dem Gründer der Schule die Mitglieder die Mission
erfolgreich fortführen unter der Leitung seines Nachfolgers, so dass sie
würdig die Schule fortführen können. Ein Unglück, dass die Zeitgenossen des
Propheten jedoch die Opfer von Orthodoxie und üblen Gewohnheiten waren und
nicht voll mit dem Geist des Islam bewandert waren. Daher waren sie keineswegs
fähig, einen würdigen Führer für sich auszuwählen.
Die Geschichte ist Zeuge für die Tatsache, dass die
islamische Regierung schließlich in ein Erbkönigtum umgewandelt wurde, in dem
die Männer mit reinem Herzen schuldlos ermordet wurden, und der meisten ihres
Reichtümer und Vermögen beraubt wurden. Die islamischen Gebote waren nicht
mehr als ein Spiel, und der Islam war hingeneigt abzusteigen statt Aufschwung zu
gewinnen. Wie konnte dies geschehen? Einzig aus dem Grunde, weil einige Muslime
nach dem Tode das Heiligen Propheten eine Art der islamischen staatlichen
Verwaltung und des Kalifats erfanden, eine neun Art, die insgesamt für die Zeit
überhaupt nicht geeignet und günstig war. Daher ist es weit entfernt von
Vernunft und Gerechtigkeit zu sagen, der Prophet hätte diese Form der Regierung
akzeptiert.
Daher geht aus all dem vorher gesagten hervor, dass die
zweite Voraussetzung nicht vernünftig ist, und es ist unmöglich, dass ihr vom
Propheten zugestimmt wurde.
Die dritte Voruassetzung
Man muss daran glauben, dass der Prophet des Islam immer an
die Zukunft des Islam und der Muslime dachte und dass er durch den Willen Gottes
eine würdige Person zu seinem Nachfolger ernannt hatte, damit dieser Nachfolger
die islamische Regierung nach dem Tode des Propheten ausübe durch den Eindruck
seiner fähigen Führung und Leistungsfähigkeit, um die Muslime abzuwehren und
sie so zum Fortschritt vorwärts zu führen.
Diese hervorragende Persönlichkeit musste notwendigerweise
jemand sein, der unter den Fittichen des Propheten aufgezogen wurde, dessen
Existenz und Leben mit der Realität des Islam und mit dem Leben des Propheten
verschmolzen war, und dessen Seele mit der Seele des Propheten verschmolzen war.
Die Geschichte bezeugt, dass solch ein Mann kein anderer als
der geehrte Ali ibn-i-Abi Talib (a.) war. Es ist Tatsache, dass Imam Ali in (dem
Werk) Nachdschul Balagha zitiert wird mit: Der Prophet hat mich an
seiner Seite von früher Kindheit an aufgezogen. Er adoptierte mich und ließ
mich in seinem Bett schlafen. Der Prophet gab mir täglich den Unterricht der
Vorzüglichkeit und der Ethik. In jenen Tagen gab es keine Muslime außer dem
Propheten und Khadidscha, und ich war der Dritte nach ihnen.
Nisaji erzählt, dass Imam Ali (a.) sagte: "Wann
immer ich den Propheten befragte, antwortete er, und wenn ich schwieg, wandet er
sich selber an mich." Nisaji erzählt weiter, dass (die Frau des
Propheten) Umm Salama sagte: "Ich schwöre bei Gott, dass Hazrat Ali dem
Propheten näher war als irgend jemand anderes."
Es wurde durch Ibn-i-Abbas in Hulyat-ul-Auliya überliefert,
dass der Prophet Ali zum Erben des Vermächtnisses machte für siebzig Dinge,
die von keiner anderen Person getan worden waren.
Es ist eine Verpflichtung für eine reife Vernunft, dass wer
immer eine Denkschule gründet und einige Anhänger hat, und wenn er in diese
Schule Vertrauen und Glauben hat, dass er eine tüchtige Person zu seines
Lebzeiten tief hegt und erzieht, und ihn für die Leitung seiner Schule
auswählt und ihn zu seinem Nachfolger macht und ihm die Führung anvertraut,
ihn den Leute vorstellt, damit die Leute von ihm in perfekter Harmonie geführt
werden ohne Zwist, Spaltung und Niedergang.
Diese vernünftige Sache wurde vom Propheten in Verbindung
mit Hasrat Ali getan. Während vieler Ereignisse machte er ihn zu einem
Nachfolger und zum Führer der Muslime. Die Tradition des Hauses (Hadith-du-Dar)
der zwei Komponenten (Hadith-u-Sakalain) des Vorranges (Hadith-ul-Manelat) und
von Ghadir sind das Zeugnis für diese Wollen.
Glücklicherweise bezeugt die Geschichte, dass Hasrat Ali die
einzige Person war, der in Frage kam, um die Probleme zu lösen. Die
Organisation des islamischen Kalifats war trotz ihrer extremen Politik
gezwungen, an Hasrat Ali fragend heranzutreten, aber dagegen hatte Hasrat Ali
keine Verpflichtung, an andere heranzutreten.
Durch diese Tatsachen wird erhellt, dass die Schia durch den
Islam selber in die Existenz kam und dass der Heilige Prophet selber das
günstige Fundament durch göttlichen Erlass legte. Der Grund dafür ist, den
Islam und die Muslime vom Niedergang und vor Zwist zu bewahren, und
Vollkommenheit und Fortschritt zu gewinnen. Tatsächlich ist die Schia eine
natürliche und das einzige Ergebnis des Islam, und es war nur verpflichtend
für den Islam, ihn zu gebären, denn Schia ist der wahrhaftige Islam, der nach
dem Tode des Heiligen Propheten auf dem vom Heiligen Propheten nach dem Willen
Allahs vorgeschriebenen Weg weiterschritt.
Wie entstand die Schia?
Wir forschten nach den Umständen, die für das offenbar
werden der Schia verantwortlich waren. Die Frage, die wir nun diskutieren
wollen, ist, wie die Schia entstand, was zur Teilung der Muslime in die zwei
Gruppen führte, nämlich Schiiten und Sunniten.
Wenn wir auf den Anfang der Herabsendung des Islam schauen,
finden wir dass die Muslime gerade zu dieser Zeit in zwei Gruppen mit
Differenzen in den Glaubensvorstellungen und Überzeugungen geteilt waren.
Die eine Gruppe glaubte, dass in allen Angelegenheiten, in
denen das religiöse Gesetz unzweideutig und klar ist, besonderen Befehlen
gehorcht werden sollte und dass auf keine Verstärkung der persönlichen
Untersuchung und Eignung Wert gelegt werden sollte. Die andere Gruppe glaubte,
dass dieser Weg nur auf die Gebete und geheimnisvollen Probleme beschränkt sein
sollte, und die Nachforschung und Eignung selbst dann bevorzugt werden sollte,
wenn der religiöse Befehl unzweideutig war.
Da diese Anschauung auf die Neigungen der menschlichen Würde
baute, stiegen ihre Anhänger zahlenmäßig so sehr, dass sich selbst die alten
Gefährten des Heiligen Propheten, einschließlich Personen wie Hasrat Umar bin
Khattab, dieser Gruppe anschlossen. In unzähligen Fällen handelten sie nach
eigener Lust und Laune und übersahen die unzweideutigen Befehle des Heiligen
Propheten, wie es zum Beispiel beim Abkommen von Hudaibya war, wo sie den
Propheten kritisierten. Sie annulierten "hayya a la chairul-amal"
aus dem Gebetsruf (Adhan) und Hadsch-Tamatto und Mutat-an-Nisa (Ehe auf Zeit)
wurden streng verboten. (Siehe Sahih Muslim Vol.IV, Seite 38)
Es wird von Ibn-i-Abbas überliefert, dass als der Prophet
auf seinem Sterbebett lag und die umstehenden Personen um um Tinte und Papier
bat, damit er etwas niederschreibe, damit sie zukünftig nicht irregeleitet
werden, benutzte Umar seine eigene Klugheit und sagte, dass der Prophet von der
Krankheit überwältigt sei, und dass der Koran als ihre Anleitung genüge. Es
entstand eine Meinungsverschiedenheit unter den Anwesenden. Einige bestanden
darauf, dass der Befehl des Propheten erfüllt werden sollte und Tinte und
Papier gebracht werden sollten, und einige andere unterstützten Umar. Als der
Wortwechsel und die hitzigen Worte unter ihnen andauerte, befahl ihnen der
Prophet, ihn allein zu lassen. (Sahih Buchari Vol.III, Chap, Die Krankheit des
Propheten; Sahih Muslim Vol.V)
Diese wirklichen Vorfälle, die sowohl von Schiiten wie von
Sunniten berichtet wurden, sind genügend, um diese zwei Glaubenshaltungen
aufzuzeigen, die sich diagonal gegenüberstehen.
Kein weiterer Vorfall wird erwähnt
Als der Heilige Prophet Usama zum Befehlshaber der
islamischen Armee machte, benutzten ihn einige Prophetengefährten, um
eigenwillig zu handeln und weigerten sich, die Befehle von Usama auszuführen.
Obwohl der Prophet ernsthaft krank war, kam der Prophet aus seinem Haus heraus
und sprach folgendes zu den Leuten: "Was höre ich über das Feldherrschaft
Usamas? Ihr Leute habt nicht allein die Führerschaft Usamas kritisiert, sondern
habt immer sogar die Führerschaft seines Vaters (Zaid) kritisiert. Bei Allah!
Sein Vater war tauglich für den Befehlsposten, und so ist auch sein Sohn."
Auch bei diesem Vorfall wird offenbar, dass einige Personen
dem Befehl des Heiligen Propheten gehorchten und das Kommando von Usama
annahmen, und einige folgten der eigenen Laune und gehorchten nicht auf Usama.
Diese wirklichen zwei Kontroversen und verschiedenen Auffassungen und
Vorstellungen in der Muslimgemeinschaft enthielten den Unterschied im
islamischen Kalifat und in der staatlichen Verwaltung.
Die erste Gruppe akzeptierte das islamische Kalifat und die
islamische Regierung in einer vom Heiligen Propheten vorgeschriebenen Weise, und
erkannte gerade den Mann als ihren Führer und Oberhaupt der Muslime an, der vom
Heiligen Propheten zu seinem Nachfolger und Vertreter ernannt worden war. Diese
Gruppe bekam die Namensbezeichnung Schia. (Schia ist ein Wort aus der Arabischen
Sprache, das Anhänger, Verbündeter und Freund bedeutet. Da diese Gruppe
Freund, Verbündete und Anhänger von Hasrat Ali war, entsprechend dem Befehl
des Propheten, wurde sie Schia genannt, denn der Heilige Prophet hatte Hasrat
Ali zu seinem Nachfolger und zum Führer der Muslime ernannt und den Muslimen
befohlen, ihm zu folgen und seine Verbündete und Freunde zu bleiben.)
Die zweite Gruppe, die ihre eigene Laune benutzte, und sogar
trotz des lebendigem und unzweideutigem Befehl des Heiligen Propheten nach
eigener Auffassung handelte, zerrte die islamische staatliche Verwaltung und das
Kalifat auf solch einen Pfad, der nicht vom Heiligen Propheten gewiesen worden
war, da sie das besser und im Einklang mit ihrem süßen Willen fanden und gegen
das System, das vom Heiligen Propheten begründet wurde. Diese Gruppe wurde
Sunniten genannt.
Durch diese Erläuterung wird deutlich, dass die Schia mit
dem Tode des Heiligen Propheten in die Existenz trat. Ihr Ziel war, Hasrat Ali
als Kalif (Stellvertreter) des islamischen Propheten und als Führer der Muslime
anzuerkennen, um den unzweideutigen Befehl des Heiligen Propheten auszuführen,
und jene zu kritisieren, genauer jenen zu opponieren, die eine andere Person in
diesen hervorragenden Posten einsetzen wollten. Daher, jene, die gegen das
Kalifat Abu Bakr damals opponierten, werden in den Büchern der Schias und
Sunnis aufgezeichnet. Zu ihnen gehörten Salman (der Perser), Abu Dharr, Miqdaad
und Ammar bin Yassir, die zu den besten und wahren Gefährten des Heiligen
Propheten gezählt werden.

Imam Khomeini zum Martyrium von Ayatollah Sadr
Das Martyrium ist ein Vermächtnis, das diese
Persönlichkeiten (Ayatollah Sadr und seine Schwester) von ihren Vorfahren
übernommen haben, während Verrat und Verbrechen sich diese zeitgenössischen
Verbrecher (wie Saddam) von ihren Vorgängern abgeschaut haben. Es ist nicht
verwunderlich, dass solche edlen Persönlichkeiten wie Ayatollah Sadr durch
Verbrecher wie Saddam ermordet wurden, da diese Verbrecher (wie Saddam) ihr
ganzes Leben mit Verbrechen und Tyrannei verbracht haben. Dagegen wäre es sehr
verwunderlich, wenn die islamischen Kämpfer auf ihrem Pfad Gottes in ihren
Betten sterben würden, und wenn nicht verbrecherische Tyrannen ihre schmutzigen
Hände im Blut dieser Menschen suhlen würden.
Ayatollah Sadr über Imam Khomeini
Vereinigt euch mit Imam
Khomeini wie er sich mit dem Islam vereinigt hat!